Bevor wir mit einem unserer Hunde züchten, durchläuft dieser diverse Zuchttauglichkeitsuntersuchungen und es werden ausführliche DNA-Tests durchgeführt.
Uns ist es ein grosses Anliegen, dass ausschliesslich mit gesunden und wesensfesten Hunden gezüchtet wird und deshalb scheuen wir auch keinen Aufwand bei der Selektion, Aufzucht und Auswertung unserer Hunde.
Sie werden von einem Tierarzt und Zuchtwart untersucht und zusätzlich lassen wir umfassende DNA-Tests durchführen.
All diese Ergebnisse werden bei Welpen im Ahnenpass eingetragen und so hat der künftige Hundehalter Gewissheit, dass er einen optimal gezüchteten Welpen bekommt.

Zuchttauglichkeitsuntersuchungen
Grundsätzlich gibt der jeweilige Zuchtverband vor, welche Untersuchungen für die Zuchtzulassung nötig sind.
Einige der unten aufgeführten Untersuchungen lassen wir auf freiwilliger Basis durchführen.
Wir sind der Meinung, dass jeder seriöse Züchter keine Kosten und Mühen scheuen sollte, um seine Tiere optimal zu selektieren und Mindestanforderungen sind in unseren Augen dazu da, um übertroffen zu werden. 😉
– Audiometrie-Untersuchung (Gehör) – freiwillig
– Augenuntersuchung – freiwillig
– Kardiologischer Befundbogen (Herzuntersuchung) – freiwillig
– Hüftdysplasie (HD)
– Ellenbogendysplasie (ED)
– Osteochondrosis dissecans (OCD)
– Patellaluxation (PL) – freiwillig
– Zahnstellung
– abschliessender Zuchttauglichkeitsbefund
DNA-Tests
Im Labor wird die DNA unserer Hunde auf bis zu 220 genetische Erkrankungen, Fellfarben & Fellbeschaffenheiten, sowie die genetische Vielfalt ausgewertet.
Leider nützt der schönste Zuchthund nichts, wenn man nicht weiss, was dieser in sich trägt.
Es ist uns enorm wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die gesunde Verpaarung zu legen, allfällige Risiken zu erkennen und gezielt vorzubeugen.
Unser Labor gewährt uns nebst einer Auflistung in Papierform zudem online detaillierten Einblick in sämtliche Auswertungen.

Hier ein Auszug aus den Rassespezifischen Erkrankungen beim Labrador Retriever:
– Alexander Krankheit – AxD
– Chondrodystrophie und Veranlagung zu Bandscheibenvorfällen – CDDY-IVDD
– Cone Degeneration – CD
– Degenerative Myelopathie (Klassische Variante – Exon 2) – DM-SOD1A
– Elliptozytose – HE
– Exercise Induced Collapse – EIC
– Hereditäre Nasale Parakeratose – HNPK
– Hyperurikosurie – HUU
– Ichthyose 1 – ICH-GR1
– Kehlkopflähmung und Polyneuropathie – LPPN3
– Kongenitales Myasthenes Syndrom – CMS
– Kupfertoxikose
– Makuläre Hornhautdystrophie – MCD
– Muskeldystrophie 1 – MD
– Muskeldystrophie 2 – MD
– Myotubuläre Myopathie – MTM-XL
– Narkolepsie – NARC
– Progressive Retinaatrophie, Cone-Rod Dystrophie 4/cord1 – PRAcord1/crd4
– Progressive Retinaatrophie, Progressive Rod-Cone Degeneration– PRA-PRCD
– Pyruvatkinasedefizienz – PKDef
– Skeletale Dysplasie 2 – SD2
– Stargardt Krankheit, Morbus Stargardt (Labrador Retriever) – STGD
Nebst diesen Gesundheitsauswertungen, lassen sich wie bereits erwähnt auch Farben und die Fellbeschaffenheiten genau analysieren.
Oft gehen die Leute davon aus, dass wenn man z.B. einen braunen Rüden und eine braune Hündin verpaart, nur braune Welpen zur Welt kommen. Das ist allerdings nicht korrekt, denn massgebend ist, was der jeweilige Hund in seiner Genetik trägt.
Hat man z.B. einen braunen Rüden, der nur braun trägt und eine gelbe Hündin, die nur gelb trägt, dann gibt es ausschliesslich schwarze Welpen.
Das seriöse Züchten von Tieren ist also nicht ganz so simpel, wie es teilweise den Anschein macht. 😉
Aber wir finden diese Themen unglaublich spannend und bilden uns deshalb gern und regelmässig weiter.

Farbvielfalt beim Labrador
Wie ihr bestimmt bemerkt habt, mögen wir es bunt. 🙂
Manchmal hört oder liest man von sogenannten Problemfarben beim Labrador und damit verbundenen gesundheitlichen Risiken.
Wenn man die Genetik eines Hundes kennt und somit gezielt und gewissenhaft züchtet, lassen sich genau solche Probleme vermeiden.
Viele Farben wurden vor Generationen durch Einkreuzung einer anderen Rasse herbeigeführt. Man spricht hier von sogenannten Hybriden (z.B. Labradoodle, Aussidor, etc.)
Im Anschluss ist es wichtig, dass gesund weitergezüchtet wird und niemals der schnellste und einfachste Weg zum Ziel wird.
Denn nur so hat man nach vielen Generationen wieder einen reinen Labrador in entsprechender Farbe, der gesundheitlich keine Defizite hat.
Auf dem Weg dorthin darf man die Genetik nie aussen vor lassen und mit den heutigen Möglichkeiten der DNA-Tests (z.B. Rassenbestimmung, M-Lokus/Merle, D-Lokus/Farbverdünnung) kann man die Zucht von gesunden Tieren perfekt unterstützen.
Solche Farbvererbungen sind ein sehr komplexes Thema und erfordern eine grosse züchterische Verantwortung und Fachkenntnisse.
Dies nun aber alles detailliert in Worte zu fassen, würde die Seite sprengen und wir erzählen euch hierzu gerne während eines Gespräches mehr.

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen
Unserer Ansicht nach hat man als verantwortungsbewusster Züchter die Pflicht, solche Untersuchungen und Auswertungen als absolutes «Must Have» anzusehen und darauf aufzubauen.
Wir finden es fahrlässig, dass heutzutage so viel gezüchtet wird, ohne dass der Züchter sich mit der Materie auskennt.
Sowas ist dann ein reines Glücksspiel mit einem Hundeleben und im Anschluss kann dies auch viel Leid für alle Beteiligten mit sich bringen.
Unsere gesunden Hunde, die davon abstammenden Welpen und auch die entsprechenden Eintragungen im Ahnenpass erfüllen uns jedes Mal auf Neue mit viel Stolz!